Angestellte erhalten Arbeitgeberanteil zur privaten Krankenversicherung

pkv zuschuss Gesetzlich krankenversicherte erhalten einen Zuschuss vom Arbeitgeber in Höhe von 50 Prozent der anfallenden Beiträge. Wie sieht dies aus, wenn ein Angestellter privat versichert ist? In diesem Fall muss der Arbeitgeber ebenfalls einen Anteil übernehmen. Allerdings sieht es hier etwas komplizierter aus.

 

Die Höhe des privaten Versicherungsbeitrages ist ausschlaggebend

In welcher Höhe sich ein Arbeitgeber an den Kosten für eine private Krankenversicherung beteiligen muss, hängt hauptsächlich von der Höhe der Krankenversicherungsbeiträge ab. Denn die erste Regel lautet: Ein Arbeitgeber muss keinen höheren Anteil bezahlen, als dies bei einer gesetzlichen Krankenkasse nötig wäre. Beispiel: Die private Krankenversicherung kostet 500 Euro. Nachdem sich die Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse am Einkommen orientiert, würde in unserem Fall ein Beitrag von 380 Euro anfallen – 190 Euro davon würde der Arbeitgeber zahlen. Für den Angestellten, der privat Krankenversichert ist, muss der Arbeitgeber nun auch nur 190 Euro zahlen. Die restlichen 310 Euro zahlt der Versicherte.

 

Maximal 50 Prozent muss der Arbeitgeber zahlen

Es gibt eine zweite Regel, die der Arbeitgeber beim Zuschuss zur privaten Krankenversicherung beachten muss: Er muss generell maximal 50 Prozent der Beiträge übernehmen, auch dann, wenn die GKV mehr kosten würde. Wenn sich ein Angestellter für einen sehr günstigen Tarif entscheidet, dann könnte es sein, dass der Beitrag für die private Krankenversicherung günstiger ausfällt, als der Beitrag für die GKV. Beispiel: Die GKV kostet 300 Euro, die private Krankenversicherung berechnet aufgrund des frühen Eintrittsalters nur 200 Euro. Dann muss der Arbeitgeber auch nur 100 Euro bezahlen. Wie hoch der Arbeitgeberanteil  im Einzelfall ausfällt, lässt sich über einen private Krankenversicherung  Rechner herausfinden.

 

Der Arbeitgeber benötigt eine Bescheinigung

Den Anteil zur gesetzlichen Krankenversicherung kann der Arbeitgeber problemlos errechnen, da er ja die Höhe des Verdienstes weiß. Um den Anteil für eine private Krankenversicherung übernehmen zu können, muss der Angestellte dem Arbeitgeber eine Bescheinigung über die anfallenden Kosten vorlegen. Erst dann kann der Arbeitgeber den von ihm zu leistenden Beitrag errechnen und an den Angestellten auszahlen. Der Arbeitgeber beachtet bei seinem Anteil noch die Tatsache, ob der Angestellte in der GKV Anspruch auf Krankengeld hätte oder nicht. Abhängig davon gestaltet sich die Höhe des Arbeitgeberanteils

Quelle: http://www.finanztip.de/pkv/arbeitgeberzuschuss-pkv/